Blog-Artikel von in der Rubrik Personalmarketing 15 Kommentare

Ranking der meistbesuchten Personalmarketing-Blogs

blog vergleich Ranking der meistbesuchten Personalmarketing Blogs

Seit gestern macht eine Personalmarketing Studie der Firma Complexium, die sich mit Social-Media-Analyse beschäftigt, die Runde.
Einige Beachtung findet verständlicherweise ihr Ranking der meistbesuchten Personalmarketing Blogs. Nun, es ist wohl das erste Ranking dieser Art, und da Eitelkeit gerade in der Bloggerszene kein Fremdwort ist, dürften sich gestern einige von uns über die Aufnahme und Platzierung mehr oder weniger still gefreut haben. Selbstverständlich sind Gedanken über die Vollständigkeit einer solchen Liste, sowie jegliche Selbstreflexion bezüglich der Begriffe “meistbesucht” oder gar “relevant” im Zusammenhang mit dem eigenen Blog in so einem Augenblick der Freude absolut fehl am Platz. Jedoch nicht für uns…

Gerade angesichts der methodischen Willkürlichkeit, die heute richtigerweise von Marcus Tandler moniert wurde, waren wir enttäuscht über die eigene Platzierung, die wir hier nicht mal erwähnen möchten. Eine etwas günstigere Gewichtung von PageRank und Alexa Werten, und siehe da, die Bronzemedaille wäre zum greifen nah. Nicht’s für ungut Eva :-)

Ok, Spaß bei Seite. Mal ehrlich, das Ranking liefert weder ein annähernd vollständiges Bild der HR-Bloggerlandschaft, noch kann man sich auf die Platzierung darin irgendwas einbilden.  Weder die Relevanz noch Besucherzahlen (oder die Kombination aus Beidem) lassen sich hier ablesen. Die Platzierungen ließen sich genau so gut auch würfeln, wären aber dennoch richtig. Allein mit blogaboutjob auf Platz 1. trifft das Ranking allerdings zufällig ins Schwarze.

Das Ganze wirft aus meiner Sicht die Frage auf, ob Rankings dieser Art überhaupt nötig sind. Lassen sich Blogs mit einem Themenschwerpunkt überhaupt sinnvoll vergleichen? Wie könnte man das umsetzen?! Echte Besucherzahlen, Platzierungen für bestimmte Themen, gegenseitige Verlinkungen, Artikelfrequenz…(oder Einnahmen, doch lieber nicht)?

Wenn in der HR-Blogger Szene Interesse an einem offenen kreativen “Wettbewerb” bestünde, wäre es durchaus überlegenswert, eigene Standards bzw. Kriterien für derlei Vergleiche festzulegen bzw. ein eigenes Ranking aufzusetzen.

Wir freuen uns auf Meinungen!

veröffentlicht am 13. Juli 2010

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Alexander Fedossov

ist Partner und Geschäftsführer bei der Wollmilchsau GmbH.

Wir sind eine Agentur für digitales Employer Branding und HR-Marketing.
Wir entwickeln Personalmarketing-Software, -Auftritte und -Kampagnen.

 
  • Ihr habt den Nagel (mal wieder) auf den Kopf getroffen! Zum Sinn und Unsinn der Studie habe ich mich bereits auf Marcus Blog geäußert. Zudem es sich meiner Meinung nach nicht in allen Fällen um Personalmarketing-relevante Blogs handelt. Und was den Rest der Studie angeht und eure Frage nach dem Nutzen solcher Rankings: Wer bitteschön braucht ein Ranking von Re-Tweets? Da muss jemand seeeeehr viel Langeweile gehabt haben… Viel mehr ist dem nicht hinzuzufügen…

  • Eva

    Keine Sorge, nehme nix für ungut. Habe das ja auch in meinem Blog thematisiert, dass Zahlen aller möglichen Anbieter wie alexa, comscore, Google, etc. letzten Endes nicht viel aussagen: http://www.online-recruiting.net/2010/07/13/die-complexium-studie-personalmarketing-fachdialog-2-0-revisited/

    Das Wichtigste ist doch, dass der Dialog in Fachkreisen stattfindet, dass wir uns kennen und die gesamte Thematik kontrovers diskutieren und dadurch voranbringen.

    Viele Grüße, Eva

  • Hi Henner, hi Eva,

    vielen Dank für Euer Feedback. Stimme mit Euch jeweils überein.

    @Eva – Artikel gelesen nun auch oben verlinkt.

    Grüße aus HH

  • Henner bitte, danke! :-)
    Im Übrigen gut, dass es http://recruitingblogs.de gibt, da hat man alle wichtigen Blogs auf einen Blick…

  • @Henner sorry, war keine Absicht :-)

  • Pingback: Social Media: Unlocking the value of Social Networks | Spirofrog Blog()

  • Ja ist echt lustig was Studien immer so hergeben, je nachdem was man als Messlatte hernimmt! :-) Hier meine 5Cents dazu.

    http://www.spirofrog.de/blog/2010/07/social-media-unlocking-the-value-of-social-networks/

    p.s. Ich war Bronze – ned die Eva, Sie war 2. te

  • Pingback: » Personalmarketing-Fachdialog 2.0 – Blogs()

  • Hallo Ihr Beiden,

    guter Artikel mit kritischen Gedanken. Wahrscheinlich zurecht.

    Doch gibt es aus Eurer Sicht auch etwas Positives an der Studie?

    http://www.personalmarketingblog.de/?p=3622

    Grüsse nach Hamburg

    Lutz

  • @Thomas Stimmt, jetzt schon. Aber bei meiner hypothetischen Bewertung wärst Du vermutlich Silber :-)

    @Lutz Die vollständige Studie liegt uns nicht vor. Daher kann ich kein Gesamtaurteil abgeben. Mit den drei Kernaussagen aus der Zusammenfassung und dem Ranking der Top-Bgriffe kann ich nicht wirklich viel anfangen.

    “1. Blogs und Tweets (twitter-Profile) sind relevante, öffentlich zugängliche Kanäle des Expertenaustauschs im Bereich Personalmarketing.
    2. Blogs dienen der Information und Darstellung von Trends, Praxiserfahrungen und zur Diskussion neuer Anwendungen und Entwicklungen. Es findet kein privater Dialog statt.
    3. “Über die Blogrolls ist eine hohe Vernetzung der Fachexperten untereinander erkennbar.”

    Blogs=Kommunikation (…von mir aus auch für Personalmarketing). Ok! Aber was ist das Ergebnis bzw. was ist die Aussage?!

    “Employer Branding” ist der am häufigsten benutzte Ausdruck. Klar, es ist auch ein Modeausdruck. Und Blogger nutzen so etwas gerne und ranken ebenfalls sehr gerne dafür :-) .

    Je mehr ich drüber nachdenke, desto weniger Positives kann ich der Sache abgewinnen. Diese Studie (bzw. ihr Kern) ist angreifbar und daher eher schädlich als dienlich.

  • Pingback: Complexium-Studie „Personalmarketing-Fachdialog 2.0“ » Blog von Marcus K. Reif()

  • @Alexander ich habe die Studie nun vorliegen, wenn Du Sie haben möchtest kurze mail an mich.

    Alle anderen auch tom@tom.de

    Sonnige Grüsse aus München

  • Ich sehe in letzter Zeit eine starke Zunahme an Umfragen und Studien – die häufig nichts anderes sind als schlecht gemachtes Eigenmarketing? Ich habe nichts gegen fundierte Informationen, aus denen ich Konsequenzen für meine Arbeit ziehen kann. Aber gerade in letzter Zeit vergeht kein Monat ohne dass irgendein Dienstleister – klein und groß – schmalbrüstige Ergebnisse mit fragwürdigem methodischen Hintergrund veröffentlicht. Dennoch gibt es immer einen von Euch (Achtung: Sippenhaft ;-), der die Ergebnisse gerne aufnimmt – da könnte man doch auch mal ansetzen: ist der Erkenntniszugewinn wirklich relevant oder wollte sich hier nur mal jemand bemerkbar machen? Ist die Methode oder Fallzahl valide? Welche Konsequenzen folgen daraus? Und nur dann einen Beitrag zur Studie veröffentlichen.

    Die Diskussion, die hier oben entstanden ist, finde ich gut und geht genau in die richtige Richtung.

  • Du möchtest die Studie? Kein Problem! Aber wesentlich mehr Inhalt gibt die auch nicht her ;-)

  • Pingback: Sammlung meiner Linkliste fürs E-Recruiting » Blog von Marcus K. Reif()

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