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Ein kleiner Leitfaden zu LinkedIn für HR-Spezialisten

inkedin Ein kleiner Leitfaden zu LinkedIn für HR Spezialisten

Unser Kooperationspartner LinkedIn konnte im deutschsprachigen Raum endgültig Fuß fassen – und nicht nur als Netzwerk für die internationalen Kontakte, die bei Xing nicht zu finden sind – sondern auch als mächtiges Tool für HR-Professionals. Einen Überblick über das Recruiting-Potential gibt uns Gudrun Herrmann von LinkedIn.

“Noch vor zehn Jahren war die Suche nach geeigneten Mitarbeitern für Unternehmen wesentlich schwieriger als heute. Firmen hatten die Möglichkeit, entweder mit Headhuntern zusammenzuarbeiten oder Stellenanzeigen zu schalten. Auf Anzeigen bewerben sich – auch heute noch – viele Kandidaten mit unzureichenden Qualifikationen und Erfahrungen. Personalverantwortliche müssen deshalb Zeit investieren, um Bewerbungen zu sichten und zu sortieren. Zusätzlich laufen Arbeitgeber Gefahr, dass Mitarbeiter der Personalabteilung bei einem Firmenwechsel ihr komplettes Wissen über potenzielle Kandidaten sowie ihre Kontakte mitnehmen.

Soziale Netzwerke bieten eine interessante Alternative: Sie liefern Unternehmen einen Pool passiver Kandidaten die nicht aktiv eine neue Stelle suchen, aber trotzdem offen für neue Herausforderungen sind. Unternehmen können innerhalb dieses Kandidatenpools nach Talenten suchen und eigene Netzwerke aufbauen – und werden so unabhängig von Personalvermittlern.

Was bedeutet das in der Praxis? LinkedIn bietet mit seinen “Hiring Solutions” ein speziell auf die Bedürfnisse von Unternehmen zugeschnittenes Produktportfolio an, das die Suche und das Ansprechen neuer Fach- und Führungskräfte effizienter gestaltet. Bisher gab es dafür fast nur Softwarelösungen “von der Stange”.

Jobs als Einstiegsangebot für Unternehmen

Die “Startlösung” für Unternehmen ist “Job Slots”: eine Recruiting-Lösung, die Stellenangebote verwaltet und veröffentlicht. Die Stellenausschreibungen werden auf den Karriereseiten, die Unternehmen bei LinkedIn einrichten können, eingestellt. Das Besondere: LinkedIn-Mitglieder, welche die Plattform besuchen, sehen nur auf Ihr Profil passende Stellenangebote. Außerdem können die Stellenanzeigen in der allgemeinen Stellenbörse oder – noch zielgerichteter – in branchenrelevanten Gruppen eingestellt werden. Die Stellenausschreibungen sind zudem Teil des wöchentlichen Newsletters, den Gruppenmitglieder per E-Mail bekommen. Auf diese Weise können Unternehmen sehr gezielt Personen ansprechen. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit,  Stellenangebote auf den Profilseiten potenzieller Kandidaten anzuzeigen. Über Schlüsselwörter werden in diesem Zusammenhang passende Profile identifiziert und die Ausschreibungen als Banner (LinkedIn Ads) in der Kategorie “Stellen, die für Sie interessant sein könnten” platziert. Angebote dieser Art werden zu 50 Prozent häufiger angeklickt als gewöhnliche Anzeigen. In auf LinkedIn integrierten Twitter- oder Facebook-Accounts können die Stellenausschreibungen ebenfalls gepostet werden.

Weitere interessante Optionen bietet die Kategorie “Jobs”. Unternehmen erhalten hier Statistiken über veröffentlichte Stellenausschreibungen, beispielsweise wie viele Mitglieder auf einen Jobbanner geklickt haben, wie viele Mitglieder sich auf eine Ausschreibung beworben haben und welche Gemeinsamkeiten die Interessenten haben (z.B. Jobposition, Branchenerfahrung oder Arbeitsort). Eine Auswertung dieser Parameter gibt Aufschluss darüber, wie effizient die Stellenausschreibung ist – zum Beispiel, wie viele Kandidaten auf die Ausschreibung aufmerksam geworden sind. Gegebenenfalls kann der Wortlaut der Anzeige optimiert werden. Abschließend schlägt LinkedIn basierend auf dem Wortlaut der Ausschreibung weitere Profile vor.

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LinkedIn Hiring Solutions

Das Vorzeigeprodukt von LinkedIn ist der Recruiter. Die Startseite sieht wie folgt aus: 

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Der Recruiter ist eine umfassende Suchmaschine, die Zugriff auf LinkedIns weltweit 175 Millionen Mitglieder bietet. Unter “Suche” kann die Recherche verfeinert werden, indem Kategorien wie Ort, Branche, Firmengröße und viele andere Parameter eingestellt werden.

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Für Personalverantwortliche besonders nützlich ist der Filter “Jahre in aktueller Position”, der einen Anhaltspunkt liefert, ob ein potenzieller Kandidat an einer neuen Herausforderung interessiert ist. Fach- und Führungskräfte, die innerhalb der vergangenen drei Jahre nicht befördert worden sind, freuen sich meistens, wenn man ihnen eine neue Möglichkeit anbietet. Ein weiterer relevanter Filter sind die “Gruppen”. Personalverantwortliche können dort den Diskussionen potenzieller Kandidaten folgen. Das hat einen großen Vorteil: In Profilen nutzen Mitglieder nicht immer eindeutige Schlagwörter, um ihre Kompetenzen zu beschreiben, in Gruppen-Diskussionen werden die Qualifikationen und Kenntnisse jedoch deutlich. Personalverantwortliche können daher an den Gruppenbeiträgen eines Kandidaten erkennen, ob er die richtigen Voraussetzungen mitbringt. Als weitere Option haben Personalverantwortliche die Möglichkeit, Suchparameter so einzustellen, dass sie nur Mitglieder finden, die gerne angesprochen werden möchten. Die Chance, dass ein potenzieller Kandidat aktuell an dem Angebot interessiert ist, steigt dadurch enorm.

Teamorganisation

Wer in einem Team von Personalverantwortlichen arbeitet, für den ist die richtige Organisation der Schlüssel zum Erfolg. Der Recruiter von LinkedIn bietet unterschiedliche Instrumente an, um ein Team zu organisieren. Eine dieser Möglichkeiten ist die Funktion “Projects”. Hier werden Projekte verwaltet, auf die alle Teammitglieder zugreifen können. Zusätzlich erlaubt diese Funktion alle Teamaktivitäten in einem Kandidatenprofil zu speichern. Kollegen sehen also, ob und wie erfolgreich ein Kandidat bereits von einem Kollegen angesprochen wurde.

projekte Ein kleiner Leitfaden zu LinkedIn für HR Spezialisten

Interessant für HR-Fachkräfte ist die Funktion “Report”, welche Werkzeuge anbietet, die Such- und Rechercheresultate genau auswerten. Personalverantwortliche können in diesem Zusammenhang überprüfen, ob und welche Suchparameter geeignete Kandidatenprofile liefern. Besonders bei Datenkategorien wie “Fähigkeiten”, “Beförderungen” und “Laufbahn” ermöglicht  LinkedIn den Zugriff auf eine umfangreiche und aktuelle Datenbank, auch wenn die Mitglieder gerade nicht aktiv auf Jobsuche sind. Zeitgleich bekommen HR-Verantwortliche einen Überblick über Leistungen ihres Teams – zum Beispiel die Erfolgsquote bei der Kandidatenansprache – und die Bereiche, bei denen noch Verbesserungsbedarf besteht.

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Abschließend lässt sich zusammenfassen: Das wichtigste Element der Personalsuche über Social Media ist die Möglichkeit, Talente zu identifizieren und zu kontaktieren, unabhängig davon, ob sie gerade einen Job suchen oder nicht. Besonders Experten suchen nicht regelmäßig nach neuen Perspektiven. Dies bestätigt auch eine LinkedIn Untersuchung: Nur 18 Prozent der Fach- und Führungskräfte sind aktiv auf Jobsuche. Eine deutlich größere Gruppe aber ist an neuen Möglichkeiten interessiert, insgesamt über 60 Prozent aller Arbeitnehmer. Personalverantwortliche können diese Kandidaten direkt anschreiben, ihnen Möglichkeiten anbieten, Perspektiven eröffnen und ihr Interesse gewinnen – und gleichzeitig mit dem LinkedIn Recruiter ihre Ergebnisse überwachen.”

Pic: Coletivo Mambembe (CC BY 2.0)

veröffentlicht am 14. August 2012

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Tobias Kärcher

ist Creative Consultant bei der Wollmilchsau GmbH.

Wir sind eine Agentur für digitales Employer Branding und HR-Marketing.
Wir entwickeln Personalmarketing-Software, -Auftritte und -Kampagnen.

 
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