Facebook Timeline als Bewerbung


Keine Ahnung wieso, aber ich spiele seit heute morgen mit der Idee, dass sich die Facebook Timeline perfekt für die Erstellung einer zeitgemäßen Bewerbung eignet. Eine kurze Recherche zeigt, dass ich da sicher nicht der erste bin. Egal, meine eigene Vorstellung davon wurde halt gerade eben konkret. Darüber möchte ich mich kurz mit Euch austauschen.

Ich persönlich würde das so machen:

1. Auf jeden Fall eine separate Facebook Fanpage anlegen.

2. Relevante Daten zur Ausbildung und zum Werdegang auf der Timeline platzieren, mit Verlinkungen auf die entsprechenden Fanpages/oder Seiten

3. In den drei verfügbaren Reitern ein allgemeines Anschreiben und Zeugnisse bzw. Portfolio unterbringen (geht super einfach mit den den Tools von z.B. 247Grad oder Hike)

Fertig ist die moderne Bewerbung!  

Eine interessante Idee wäre übrigens auch, die ehemaligen Kollegen und Vorgesetzten zu bitten, eine persönliches Statement als Kommentar unter den jeweiligen Station auf meiner Bewerbungs-Timeline zu hinterlassen. Eine Art lockere Referenz.  

Im nächsten Schritt würde ich mir die Karrierepages der für mich interessanten Unternehmen zusammensuchen und die Facebook Teams per direkt Nachricht auf der Fanpage auf meine schöne Bewerbung aufmerksam machen.

Dass die Timeline mit einem Lebenslauf vergleichbar ist, wurde ja schon öfter gesagt. Aber je mehr ich drüber nachdenke, desto realistischer und sinnvoller erscheint mir der Einsatz in der Praxis.  Dem Bewerber bietet die Timeline ein schönes und flexibles Format, ohne Formatierungsprobleme. Dem Recruiter würde die Bearbeitung der Daten in dieser Form, aus meiner Sicht, einige Arbeit ersparen. Klar, ließe sich das alles auch mit einer einfachen Webseite umsetzen. Aber das hat sich nicht wirklich durchgesetzt. Grund: fehlende Standards. Die Facebook Timeline löst aber dieses Problem.

Jetzt seit Ihr gefragt. Ich würde mich wirklich sehr über Eure Einschätzung freuen, ob Bewerber oder Personaler. Würdet Ihr Euch trauen, eine solche Bewerbung heute schon abzuschicken? Wie würdet Ihr als Personaler mit einer solchen Bewerbung umgehen? Vielleicht hat schon jemand von Euch sogar so eine Bewerbung gebastelt oder erhalten? Wir würden Eure Beispiele natürlich gerne veröffentlichen.





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41 KOMMENTARE

  1. Ich finde die Idee super. Ich glaube, dass das je nach Berufsfeld eine sehr praktische Sache sein kann. Ich werde mich auf jeden noch ein wenig mehr damit beschäftigen. Ich finde deine Ideen zur Vernetzung mit ehemaligen Kollegen etc. sehr gut.

    1. Hi Juliane,

      vielen Dank. Freut mich sehr, dass ich einen nützlichen Impuls liefern konnte. 

  2. Ich finds cool – vorausgesetzt die Bewerbung passt zum Stellenprofil. Also als Community Manager in spe würde ich eine solche Bewerbung in Erwägung ziehen (nicht jedoch als Datenschützer …). Und auch nur, solange die Idee noch "frisch" ist.
    Ich selbst stelle grundsätzlich keine derart persönlichen Daten auf Facebook.

    1. Ich denke auch, dass es sinnvoll ist sich nicht zu lange damit Zeit zu lassen. Dieses Jahr ist es noch originell und man kann damit herausstechen. Wenn es irgendwann in bestimmten Branchen "normal" geworden ist, muss die Bewerbung schon spektakulär ausfallen. Stellenprofil ja, wobei du jetzt zwei Extreme genannt hast. Ich denke da zwischen ist wirklich eine Menge Platz für Kreativität. Und als Community Manager wird man deutlich mehr Druck haben, einen kreativen Ansatz zu finden. Wer da nur trocken seine Daten aufbereitet, selbst wenn Sie vollständig, übersichtlich und an sich beeindruckend sind, der würde mich da als Personaler glaube ich nicht groß vom Hocker hauen. Da müsste dann schon viel Persönlichkeit drin liegen. Und da geht es dann nicht immer zwingend um Bilder vom Top-Fotografen und professionelle Videos, sondern um Ideen und Originalität. Sicher sind die Schwerpunkte je nach Stellenprofil anzupassen.
      An sich ist die Facebook Timeline aber durchaus geeignet, für so etwas. Interessanter Post.

  3. Die Idee ist sicher interessant, aber wäre es nicht sehr leichtsinnig gerade so persönliche Daten wie Zeugnisse, Lebenslauf, Anschreiben etc. für jeden sichtbar ins Netz zu stellen?

    1. Hi Thomas, 

      auf der einen Seite verstehe ich Deine Bedenken, auf der anderen frage ich mich, was da passieren soll. Was kann mir passieren, wenn jemand sieht, wo und wie ich gearbeitet habe? 

  4. ansich eine sehr gute Idee nur was ich dabei fehlerhaft sehe ist einfach das noch mehr und wirklich viele sehr persönliche sowie personenbezogene geheime daten ausspioniert werden können… bums und dann rennt irgendwer mit deiner identität rum haha sehr weit gegriffen aber ähnlich wäre es dann doch denkbar… also doch lieber die alt bewerte metode … find ich als Sachbearbeiter und Recruiter (Bewerbungsmanagement) doch um einiges besser

    1. Ich kann die Ängste natürlich nachvollziehen. Da muss sicherlich jeder für sich selbst eine Grenze ziehen, wo es beginnt, zu persönlich zu werden. Für mich persönlich sind meine Lebenslauf Daten nicht besonders schützenswert. Ich frage mich, wer soll was damit anfangen. Meine persönlichsten Daten sind meine Adresse, Tel.Nr. und die Bank-Pin. Damit kann man was anfangen. Mit dem Rest nicht wirklich…

    2. Alexander Fedossov ja das ist wohl war in der hinsicht hast du auch wieder recht … nur wird es eben auch wieder gespeichert in der großen weiten wolke NETZ das ist sicherlich so eine sache die mich ein wenig durch ein ander bringt.. die idee ist super geil weil man sollte einfach mit den neuen medien mit gehen bekomme hier auch hauptsächslich e-mails als bewerbung ist eben besser leichter zu verarbeiten kein oder kaum papier sehr gut nur das extrem überwachen eben

  5. Jup, sehe ich genauso wie Inken. Ich selbst habe mich mit einer Powerpoint-Präsi auf meinen aktuellen Job beworben. Das ging aber auch alles Richtung PR, Social Media usw. Da passt so etwas super, finde ich.

  6. finde ich sehr gut. das könnte sich xing mal schön abgucken ;-) aber wie im vorigen kommentar richtig erwähnt, kommt es dabei stark auf die branche an. in der kommunikationsbranche passt es auf jeden fall prima.

  7. coole Idee, Danke für die Inspiration!

    1. sehr gerne :)

  8. Ich hatte nach dem Lesen der Idee sofort zwei Gedanken: 1. Das Tool Facebook birgt definitv sehr viel Potential dafür. Die Empfehlungen direkt zu integrieren – sehr gute Idee. 2. Aber will ich Facebook diese Daten geben? … Andererseits… XING gebe ich sie ja auch… Bei Xing habe ich die Kontrolle darüber, wer sich mein Profil ansieht – bei Facebook nicht. 

    1. Hi Laura,

      Du hast vollkommen Recht. Bei XING machen wir das in der Tat schon . Bei Facebook müssen wir noch ein wenig umdenken, um das Potential des Netzwerks auch beruflich nutzen zu können.

      Ja bei XING kann man die Profile zumindest von der Suche über Suchmaschinen, wie Google, ausschließen. Aber ansonsten sind die Daten für die registrierten Nutzer zugänglich. Also, aus meiner Sicht gibt es da letztendlich nicht den riesen Unterschied zwischen Facebook und Xing.

  9. Was ich problematisch sehe ist das Veröffentlichen gerade von Auftragsarbeiten im Designbereich. Die Timeline lässt sich dafür natürlich super nutzen aber viele Arbeiten darf man ja gar nicht öffentlich präsentieren sondern eben nur mal einer Person direkt zeigen.

    Wie soll man das hier anstellen? Statt Fanpage ein zweites privates Profil anlegen und zunächst eine Befreundung herstellen? ähh Freundschaft :)

    1. Ein guter Punkt. Leider gibt es bei Facebook Pages im Gegensatz zu Facebook Gruppen keine invite-only Einstellung. Mein spontaner Vorschlag wäre z.B. das Portfolio im Rahmen eines Tabs zu platzieren. Hier wäre z.B ein Passwortschutz der Inhalte denkbar.(erfordert evtl. etwas mehr Kenntnisse, aber alles machbar). Das heisst, ich würde dann das Passwort zu meinem Portfolio auf meiner Bewerbungsfanpage in der Bewerbungsmessage mitsenden. Nur eine Idee.

    2. Alexander Fedossov : aber das wäre doch schade, denn dann nutzt man ja eben nicht die Funktionen die einem Facebook schon gibt mit der Timeline. Also ein zweites Privatprofil wäre denkbar. Bis auf das Titelbild und Sachen die man sowieso zeigen kann wären dann andere Inhalte nur auf Freundanfrage sichtbar.

    3. Yvonne Stolterfoht schade – auf jeden Fall. Vielleicht führ Facebook tatsächlich eine invite-only Option für Fanpages eines Tages ein.

    4. und wo ist das Problem mit dem zweiten Privatprofil? Ist doch optisch kaum ein Unterschied zur Fanpage? Außer der Custom Tabs. Hmm brauch man die? Man kann ja wichtige Links auf der Timeline oben platzieren und die Vita in einer Notiz oder in einer Galerie.

      Ich probier das mal durch, wenn mal Zeit ist ;)

    5. Yvonne Stolterfoht Du hast grundsätzlich Recht. Würde auch mit dem zweiten Profil gehen. Fraglich ist nur, ob Du da deinen echten Namen verwenden kannst. Ich würde auf nein tippen. Das ist aber auch der ganze Unterschied. Ansonsten, wenn Du sowas baust, lass es uns bitte wissen :)

    6. mach ich gerne!

  10. An sich eine Möglichkeit die in Zukunft sicher noch an Bedeutung gewinnt, aber Zeugnisse, Bewerbungsschreiben öffentlich zugänglich zu machen halte ich für keine gute Idee… Die Gefahr ist zu groß, dass die Unterlagen ungewollt in Umlauf kommen und somit vielleicht nichtmehr individuell zum Bewerber zugeordnet werden können. (z.B. bei guten Anschreiben, die sich Andere einfach kopieren). Dazu kommt noch, dass ich wohl eher reine Businessplattformen bevorzugen würde und das ganze nicht auch noch über Facebook in der Weltgeschichte verteilen will ;)

    1. Ja, es kommt sehr stark auf die individuelle Schmerzgrenze an. Mir wäre die Öffentlichkeit meiner Zeugnisse egal, solange sie nicht total schlecht sind. Aber das ist nur meine persönliche Einstellung.

  11. Ich würde Privates, Berufliches usw. bei Facebook lieber trennen ;-)

    1. Ja. deswegen habe ich vorgeschlagen, ein extra Profil/Fanpage für die Bewerbung anzulegen. Ich finde eben nicht das die Trennung von Beruflichem und Privaten zwangsläufig in der Nutzung unterschiedlicher Netzwerke münden muss.

    2. Ingrid von Koslowski - IT-Trainer

      Alexander Fedossov Das ist richtig, ich habe es auch so eingerichtet. Eine Fan-Page mit meinen Referenzen und ein privates Profil. Auf die Fan-Page verlinke ich ebenso interessante Artikel, welche auch meine Seminarteilnehmer nutzen. Viele Trainer haben private Webseiten und Blogs, Impressum ist sowieso Pflicht (gefunden werden möchte man ja schließlich auch), man muss ja nicht seinen gesamten Lebenslauf preisgeben.

  12. Wie ich sehr ist das doch ein sehr Wichtiges Thema womit sich nicht nur die junge Gesellschaft befasst.
    Finde ich sehr gut, nun müste man nur noch schauen das man daraus eine Konkrete Sache macht die dann wirklich getrennt für alle passent und einfach zu bedienen ist.
    Denn man sollte ja auch überlegen nicht jeder der ein Facebook Profil hat kann perfekt mit dem Internet umgehen.
    Ich bin echt gespannt was aus dieser IDEE wird !!!

  13. Wie ich sehe ist das doch ein sehr wichtiges Thema womit sich nicht nur die junge Gesellschaft befasst.
    Finde ich sehr gut, nun müste man nur noch schauen das man daraus eine Konkrete Sache macht die dann wirklich getrennt für alle passent und einfach zu bedienen ist.
    Denn man sollte ja auch überlegen nicht jeder der ein Facebook Profil hat kann perfekt mit dem Internet umgehen.
    Ich bin echt gespannt was aus dieser IDEE wird !!!

    1. Bin auch sehr gespannt. Hoffe, dass wir schon bald das eine oder andere Beispiel einer solchen Bewerbung sehen werden. Dass nicht jeder gleich gut den Überblick behält – ist ja guter Punkt. Da muss seitens der Netzwerke sicherlich noch mehr passieren.

    2. Alexander Fedossov Richtig der Anfang muss erst mal gemacht werden und dann muss das Netzwerk sich einfach drauf einstellen und sich nach den für den Verbraucher leichtere und bessere bedienung beschränken.
      Das werde ich hier sicherlich ab und zu mal kontrollieren was sich hier so macht in dieser Richtung.
      Kann es gern noch einmal wiederholen finde es sehr geil…Die Zukunft lässt grüßen !!!

  14. Was ist mit den ganzen Party Fotos die auf allen Profilen rumgeistern? Würde das meinem AG lieber vorenthalten….

    1. Naja, deswegen eben schlage ich unter Punkt 1. eine separate Facebook Fanpage für berufliche Zwecke vor. Dann gibt’s kein Durcheinander.

  15. Gibts doch schon lange! Nennt sich LinkedIn.

  16. Hi, ich habe mir die Idee mal durch den Kopf gehen lassen und möchte einfach mal ein paar Fragen in die Runde werfen:
    – Personaler dürfen offiziell nicht auf Facebook um Bewerber zu überprüfen. Wie will ein Personaler einen Bewerber einstellen, wenn er in die Akte schreiben soll „Infos von Facebook“?- wie kann ich die Timeline nachträglich verändern bzw. eine vor zig Jahre besuchte Schule mit dem richtigen Jahr in die Timeline eintragen?- alle Photos und Infos werden Eigentum von Facebook (auch Auftragsarbeiten und Entwürfe)
    – Identitätsklau (halte ich jedoch für weniger wahrscheinlich)- ist nachträgliches Verändern der Inhalte möglich?- auf der eigenen HP kann man machen was man will (innerhalb der Gesetze)- PDFs können zum Download angeboten werden (eventuell auch mit Passwortschutz)- Facebook kann die Seite jederzeit stilllegen, ändern oder die AGB ändern, das kann auch mit einer eigenen HP nicht passieren- eine eigene HP kann man auch nach Jahren ändern bzw. dem Zeitgeist anpassen. Facebook bleibt vom Design immer gleich.

    das nur so ein paar Gedanken auf die schnelle.

    Beste Grüße
    Ralf
    http://www.ralfbachmann.de ;-)

    1. Hallo,

      -Warum sollten Personaler das nicht dürfen, wenn sie vom Bewerber auch noch explizit drum gebeten werden? Mir sind solche Urteile nicht bekannt.
      -Was bedeutet genau Eigentum von Facebook? Wo steht, dass z.B. über Tabs eingebundene Apps, die übrigens faktisch nicht bei Facebook liegen, Eigentum von Facebook sein sollen?-Nachträgliches Verändern ist bei Facebook durch Löschung und Neueingabe von Inhalten möglich.-Wenn man meint, dass die eigenen Design-Fähigkeiten besser und zeitgemäßer als die von Facebook sind, klar, warum nicht… :)

        

      1. – Meines Wissen nach, ist es Personalern verboten oder soll es bald verboten sein sich über soziale Netzwerke über Bewerber zu informieren. Ich meinte es ist so, kann mich aber auch täuschen. Durchaus möglich.
        – Über Tabs und Apps kann ich nichts sagen. Aber hochgeladene Bilder werden Eigentum von Facebook. 
        – ob die eigenen Designfähigkeiten besser sind weiss ich nicht :-), aber wenn man eine neue Design-Idee hat, kann man diese auf der eigenen HP umsetzen. Auf Facebook geht es nicht oder nur minimal.

  17. Ich find die Idee für sich sehr orginell! Und würde sieh an deiner Stelle auch bald umsetzten. Jetzt ist es schon öffentlich und die Anzahl Kommentare, lassen auf ein Interesse an deiner Idee schliessen.
    Wenn du dich also entschliesst, deine Idee umzusetzten, würde ich das bald tun. Die Anzahl Kommentare hier, sprechen jedoch auf jeden Fall dafür.

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