Google for Jobs: Wie komme ich rein?

Google for Jobs ist am 20.06.2017 offiziell in den USA gestartet. Die Ankündigung des Projekt hat eine ordentliche Welle in der Recruiting-Szene ausgelöst. Es wurde schon sehr viel und sehr ausführlich über Google for Jobs selbst, sowie über die möglichen Konsequenzen berichtet und spekuliert. Für wen das Thema noch gänzlich neu ist, empfehle ich die Artikel von Henner Knabenreich und Jo Diercks als Ausgangspunkt.

Übrigens, wer Google for Jobs auf eigene Faust, trotz aktueller Ländereinschränkung, ausprobieren möchte, lade sich gerne den Opera Browser Developer herunter und aktiviere unter Menü => Einstellungen=> Datenschutz  die Funktion „VPN“. Danach in der Leiste USA als Standort auswählen und schon kann’s los gehen.

Eine Suchanfrage auf google.com, die als Jobsuche interpretiert werden kann, bringt den „sagenumwobenen“ Job-Kasten zum Vorschein. Das Tor zu Google for Jobs – womöglich das Tor zur Revolution der Stellensuche?!

Unser Augenmerk gilt heute allerdings nicht solchen Spekulationen, sondern einer ganz konkreten Frage. Gesetzt den Fall, dass Google for Jobs nach Deutschland kommt, wie stellen wir sicher, dass unsere Jobs in diesem Job-Kasten erscheinen.

Es wird den meisten bekannt sein, dass eine Webseite grundlegende Voraussetzungen erfüllen sollte, um von Google gefunden und indexiert werden zu können. Darunter z. B. lesbares HTML, logische URL-Struktur, Meta-Tags. Erfahrungsgemäß scheitern viele Karriere-Webseiten immer noch an diesen Grundlagen. (Oft liegt das an den eingesetzten Bewerbermanagementsystemen.) Überraschung. Während viele von Euch gerade noch diese Hürde verzweifeln, stellt Google mit Google for Jobs neue Anforderungen an den Aufbau von Karriere-Webseiten bzw. Stellenausschreibungen.

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In dem fernen Jahr 2011 haben sich die vier großen Suchmaschinen-Player Google, Yahoo, Microsoft und Yandex auf einen Standard zur Strukturierung von Inhalten im Web geeinigt. Unter schema.org ist eine universelle Auszeichnungssprache definiert, die uns allen dabei helfen soll, unsere Webinhalte so aufzubereiten, dass Suchmaschinen sofort begreifen, worum es sich handelt. Auch für Stellenausschreibungen wurde damals ein Standard hinterlegt.

Die Zugangsvoraussetzung zur Google for Jobs ist, dass Eure Stellenausschreibungen entsprechend diesem Standard angereichert werden. Dazu gibt es inzwischen eine explizite Anleitung von Google. Dort werden obligatorische und empfohlene Tags aufgeführt, die im HTML-Code Eurer Ausschreibungen vertreten sein müssen. So z. B. jobLocation, hiringOrganization, description, datePosted usw. Neben der korrekten Auszeichnung und Struktur braucht Ihr noch eine so genannte Sitemap, die Google über den Status der Stellenausschreibungen informiert.

Wenn Ihr also gerade dabei seid, Eure Karriere-Webseite neu zu planen, würde ich empfehlen, in weiser Voraussicht, das „neue“ Standard schon mal zu integrieren. Mit dem Google Structured Data Testing Tool könnt Ihr übrigens prüfen, ob eine Seite „ready“ ist oder nicht. In einem Blog-Post von BlueGlass wird ein schönes Beispiel gezeigt, wie das Test-Ergebnis in etwa aussehen sollte, wenn eine Seite entsprechend aufbereitet wurde.

(Quelle: blueglass.ch)

Ok. Wenn Euch das alles zu viel des Guten ist, besteht die Alternative, über einen Drittanbieter bei Google for Jobs aufgenommen zu werden. Im Augenblick bezieht Google vor Jobs (in den USA) die Stellenausschreibungen sehr gerne von großen Seiten, die die Struktur-Vorgaben bereits umgesetzt haben. Seid Ihr in den USA aktiv, kommt Ihr angeblich über den einen der folgenden Anbieter zu Google for Jobs.

  • Facebook
  • LinkedIn
  • Careerbuilder
  • Glassdoor
  • ZipRecruiter
  • Snagajob
  • Jibe
  • JazzHR
  • iCIMS
  • Direct Employers
  • America’s Job Exchange
  • Madgex
  • WayUp
  • myCNAjobs
  • Higher Education Recruitment Consortium
  • Jora
  • Jobing
  • Local Job Network
  • Care.com
  • Jobs.net

Die Liste der US-Anbieter, die ständig aktualisiert wird, findet Ihr hier. Natürlich wird es auch in Deutschland Anbieter geben, die auf den Markteintritt technisch vorbereitet sind. Ich darf Euch verraten, dass unser Jobspreader das bereits ist. Wenn Google for Jobs in Deutschland aktiviert ist, kommt Ihr über uns ohne Mühe rein. (Liebe Jobspreader-Kunden, wendet Euch bei Fragen an unsere Jobspreader-Lotsen.)

Seid Ihr mit Euren Jobs drin, verspricht Google tolle Sachen:

  • Prominent place in Search results: Your postings are eligible to be displayed in the dedicated Job Search UI, featuring your logo, reviews, ratings, and job details.
  • More, motivated applicants: The new user experience enables job seekers to filter by various criteria like location or job title, meaning you’re more likely to attract applicants who are looking exactly for that job.
  • Increased chances of discovery and conversion: Job seekers will have a new avenue to interact with your postings and click through to your site.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle auch sofort jegliche Illusionen vorwegnehmen. Reinkommen bei Google for Jobs ist aus meiner Sicht verhältnismäßig eine Kleinigkeit. Entscheidend ist die Frage, wie man sich in den Suchergebnissen gegen die Wettbewerber durchsetzen können wird. Diese Fragen werden wir mit Sicherheit zu gegebener Zeit in einem anderen ausführlichen Post erörtern. Ich bin sehr sicher, es wird um Geld und Cost per Click gehen.

Bis dahin kümmert Euch schon mal um Euere Karriere-Webseiten bzw. nervt Euren Bewerbermanagementsystem-Anbieter.





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1 KOMMENTARE

  1. Persoblogger Stefan Scheller

    Den letzten inhaltlichen Absatz fand ich den Wichtigsten. Denn reinzukommen, ist bei einer gewollten „Vollindexierung“ eher kein Problem. Google will die Daten ja haben. Aber wer dann angezeigt und angeklickt werden wird, lässt die das Unternehmen sicher fürstlich bezahlen. Mehr noch wird es aber darauf ankommen, Stellenanzeigen so zu verfassen, dass sie überhaupt auf Relevanz prüfbar, sprich voneinander abgrenzbar sind und sich Unterschiede ergeben zwischen den Unternehmen. Ansonsten geht es nur um „pay more, get more“. Das würde die Ungleichheit zwischen kleinen und großen Unternehmen im Kampf um die Talente massiv weiter verschieben.

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