„Analytics und Bewerbungsformular sind die größten Baustellen“: Interview zur Online Recruiting Studie

Die Wollmilchsau Online Recruiting Studie 2021 untersucht die Online-Karriereangebote aller börsennotierten deutschen Unternehmen auf ihre Candidate Experience. Beim Start im Jahr 2013 lief sie noch unter dem Titel „Mobile Recruiting Studie“. Die Erhebung bildet den Status quo des Online Recruitings in Deutschland ab und macht mithilfe der Ergebnisse das Optimierungspotenzial im gesamten Recruiting-Prozess sichtbar.

Und auch nach neun Jahren liefert die Studie bei ihrem jährlichen Erscheinen immer mal wieder überraschende Erkenntnisse. Warum wir den Finger beharrlich immer wieder in diese Wunde legen, erklären die Wollmilchsau Geschäftsführer Alexander und Jan in einem kurzen Interview.

ONLINE RECRUITING DER DAX-UNTERNEHMEN 2021
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1. Die Online Recruiting Studie erscheint jetzt bereits zum neunten Mal. Wieso habt ihr euch damals dafür entschieden, die Online Candidate Journey von Unternehmen zu untersuchen?

Obwohl das Internet und das Online-Recruiting 2013 schon lange etabliert waren, gab es keine Benchmarks für qualitative Vergleiche. Diese Lücke wollten wir schließen und so einen Beitrag zur Professionalisierung der Branche leisten.

2. Was ist eurer Meinung nach der wichtigste Aspekt der Studie und warum?

2013 stand die Mobiloptimierung des Recruitings noch ganz am Anfang obwohl die Smartphone-Revolution auf Nutzerseite bereits voll eingeschlagen hatte. Hier galt es den Handlungsbedarf aufzuzeigen.

3. Bei der Mobiloptimierung der Karriereseite bis hin zur Stellenanzeige hat sich einiges getan. Im Vergleich: 2017 hatten 71 Prozent der untersuchten Unternehmen mobiloptimierte Stellenanzeigen, 2021 sind es 93 Prozent. Das ist doch super, oder?

Online Recruiting Studie 2021

Quelle: Wollmilchsau Online Recruiting Studie 2021

Es stimmt, dass sich in den letzten Jahren viel getan hat, aber am entscheidenden Punkt der Candidate Journey, dem Bewerbungsformular, sind nach wie vor fast 50 Prozent der Arbeitgeber nicht in der Lage mobile Bewerbungen zu ermöglichen. Angesichts der Tatsache, das fast 60 Prozent aller Stellensuchen mobil erfolgen, ist das ein echtes und vor allem sehr teures Problem.

4. Warum tun sich viele Unternehmen so schwer damit?

Die Hauptursache ist, dass der Großteil der Bewerbungsformulare Standardlösungen der Bewerbermanagementanbieter sind und sich die Anbieter hier viel zu langsam an den State of the Art anpassen.

5. Die Zahlen im Bereich Datenmessung mit Analytics hat sich ein wenig verbessert (81 –> 89 Prozent), optimal ist das aber nicht. Bei DAX-Unternehmen sollte man davon ausgehen, dass sie zahlengetrieben agieren. Warum nicht in diesem Bereich?

Die Analytics-Software ist dank des Marketings zwar oft auch auf den Karriereseiten eingebunden, wird im Recruiting aber bisher nur von etwa 15 Prozent der Unternehmen genutzt. Neben dem Bewerbungsformular ist das die größte Baustelle.

6. Und warum sind gerade hier faktenbasierte Entscheidungen so wichtig?

Wer nicht messen kann, woher Bewerbungen kommen, kann auch seine Budgetverteilung nicht effektiv steuern. So fehlen dann Vergleichswerte für den Abgleich mit den generellen Arbeitsmarktentwicklungen und für die Optimierung der Candidate Experience und damit des Bewerbungseingangs. Genau an dieser Schnittstelle setzten wir ja auch mit der Talent Acquisiton Intelligence des Jobspreaders an.

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Auch, wenn es in diesem Jahr in einigen Bereichen wieder eine Steigerung bei vielen Unternehmen gab, so gab es doch auch (und hier kommen wir zu den Eingangs erwähnten überraschende Erkenntnissen) in einem wichtigen Bereich einen Rückschritt: Wir mussten feststellen, dass vor allem die Sichtbarkeit der Karriereseiten auf den unternehmenseigenen Corporate Pages in diesem Jahr stark abgenommen hat.

Während im letzten Jahr noch 87 Prozent der Unternehmen einen Link zum Karrierebereich gut auffindbar platziert hatten, waren es in diesem Jahr nur noch 78 Prozent. Ein Link im Headermenü war sogar nur bei 73 Prozent vorhanden. Schade, denn um von jeder Unterseite direkt wieder in den Karrierebereich zurückzufinden, ist ein eigener Menüpunkt im Header der Seite erforderlich. So wird jeder Besucher auf die Karrieremöglichkeiten aufmerksam.

Wenn Ihr das bei Euch ändern wollt, haben wir in unserem Karriereseiten-Whitepaper natürlich auch ein paar Argumente vorbereitet.

 

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