AGG – Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

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Was ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz?

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – umgangssprachlich auch Antidiskriminierungsgesetz genannt – ist ein deutsches Bundesgesetz, das Ansprüche und Rechtsfolgen bei Diskriminierung für das Arbeitsleben als auch das Zivilrecht regelt. Ziel dieses Gesetztes ist es, „Benachteiligung aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen.“ (Quelle: AGG §1)

Was eigentlich bereits jedem klar sein sollte, wird in diesem Gesetz mit Rechten und Pflichten für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer festgehalten. Keine Diskriminierung am Arbeitsplatz bedeutet auch, dass bereits die Texte innerhalb des Stellentitels und der Stellenanzeigen keine Benachteiligungen enthalten dürfen und diskriminierungsfrei gestaltet sein müssen.

Das AGG und Stellenanzeigen

In Stellenanzeigen schleichen sich sehr schnell grobe Formulierungsfehler ein, die bestimmte Personengruppen ausschließen. Insbesondere Qualifikationsprofile sind anfällig für Benachteiligungen, auch wenn sie häufig unbeabsichtigt sind. Neben der geschlechtsneutralen Ansprache bzw. Berufsbezeichnung oder dem zusätzlichen Anhang „m/w/d“, gibt es auch direkte und indirekte Anforderungen bezüglich des Alters, des Geschlechts, der körperlichen Verfassung oder Herkunft des Bewerbers. Eventuelle Eingrenzungen widersprechen dem Allgemein Gleichbehandlungsgesetz und müssen durch korrekte Formulierungen ersetzt werden. Mit der Stellenanzeige darf nicht der Eindruck entstehen, der Arbeitgeber sei nicht offen für alle objektiv geeigneten Bewerber.

Alternative Formulierungen

In einer Stellenanzeige sollten weder konkrete Altersangaben oder Beschränkungen noch Formulierungen wie „jung und dynamisch“ auftauchen, da ältere Bewerber ausgeschlossen werden. Auch Formulierungen, die körperliche oder geistige Beeinträchtigungen ausschließen, wie etwa „körperlich uneingeschränkt leistungsfähig“ sind laut AGG nicht zulässig.

Für eine geschlechtsneutrale Formulierung im Titel sowie der Anzeige bieten sich zwei Alternativen:

Geschäftsleitung
Assistenz

Oder alternativ:

Geschäftsleiter/in
Assistent/in

Bei einem Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz ist der Arbeitgeber verpflichtet, den daraus entstandenen Schaden mit einer angemessenen Entschädigung auszugleichen.

Weblinks

Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz, 2020: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
Haufe.de: AGG: Diese Fehler sollten Arbeitgeber bei der Stellenausschreibung vermeiden
Karrierebibel: Beispiele für Benachteiligung nach AGG

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