Mit Candidate Journey Mapping zur besseren Candidate Experience

Der intensivere Wettbewerb um gut ausgebildete Mitarbeiter motiviert derzeit viele Unternehmen dazu, ihr Recruiting auf seine Bewerberfreundlichkeit aka Candidate Experience zu untersuchen. Da dieses Bestreben im Recruiting noch weitgehend neu ist, fehlt es dabei häufig an einer systematischen Herangehensweise. Dankbarerweise bietet uns die im Ecommerce altgediente Methode der Customer Journey Analyse eine fundierte Grundlage. Dabei handelt es sich um die systematische Analyse der Kontaktpunkte, die ein Kunde auf dem Weg zum Kauf mit dem Unternehmen hat und der positiven oder negativen Erfahrungen, die er dabei erlebt, sowie ihrer Auswirkung auf die Kaufentscheidung.

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Auf das Recruiting übertragen, sprechen wir von der Candidate Journey Analyse. Untersucht wird analog, welche Berührungspunkte ein potenzieller Bewerber während der Arbeitgeberauswahl mit dem Unternehmen hat, welche Erfahrungen er entlang der Candidate Journey macht und ob diese ihn zur Bewerbung animieren oder eher abschrecken. Denn häufig machen potenzielle Bewerber hier Erfahrungen, die in direktem Widerspruch zu der gerade kommunizierten Arbeitgebermarke stehen. Beispielsweise dann, wenn der Innovationsanspruch der Arbeitgebermarke sich in einer nicht mobiloptimierten Karrierewebseite ausdrückt. Oder wenn Unternehmen, die den Menschen vorgeblich in den Mittelpunkt stellen, keine Rückfragemöglichkeit bieten. Oder, oder, oder. Die Zahl möglicher Abtörner steigt analog zur Zahl der Kontaktpunkte, die bei größeren Unternehmen nicht selten im unteren dreistelligen Bereich liegt.

Wie aber erfasst man seine Candidate Experience systematisch, um potenzielle Fallstricke zu identifizieren, zu bewerten und auszumerzen? Hier adaptieren wir die erprobte Touchpointanalyse-Methode des Customer Journey Mapping. Wir kartografieren also alle möglichen Berührungspunkte, die unser Kunde – der Bewerber – mit unserem Produkt, dem Arbeitgeber und seinen Jobs hat. Als Ergebnis des Candidate Journey Mapping entsteht eine geclusterte Übersicht aller Berührungspunkte entlang des Auswahl- und Entscheidungsprozesses aus Bewerbersicht. Ein einfaches System zur Clusterung der Berührungspunkte bietet z.B. die Unterteilung der Candidate Journey in die Phasen Arbeitgebersuche, Arbeitgeberevaluation, Bewerbungsprozess und Bewerberkommunikation. Die französische UX-Designerin Cécile Barbour hat im Rahmen eines ihrer Projekte beispielhaft dargestellt, wie sich die Candidate Experience aus Bewerbersicht darstellt und dabei die einzelnen Phasen mit den korrespondierenden Emotionen beim Bewerber untermalt.

Das Customer Journey Mapping hilft dabei, den Recruiting-Prozess zu optimieren.
Kombiniert man die emotionale Bewerbererfahrung mit der geclusterten Sammlung der Berührungspunkte potenzieller Bewerber entsteht eine Candidate Experience Scorecard, mit der sich die Candidate Experience des eigenen Unternehmens abbilden, messen und systematisch verbessern lässt.

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