Blog-Artikel von in der Rubrik Employer Branding 4 Kommentare

Soziale Netzwerke für Unternehmen: Ein Weg ins Web 2.0

header Enterprise Soziale Netzwerke für Unternehmen: Ein Weg ins Web 2.0 Das Angebot an “sozialen” Netzwerken auf Unternehmensebene nimmt im Rahmen der Enterprise 2.0-Entwicklung stetig zu. Darin liegt ein gute Möglichkeit, auch die Firmen zum Thema zu führen, die sich sonst mit Social Media noch etwas schwer tun. Die großen Social Networks sind zur Zeit vor allen Dingen eines: Offen. Jeder soll Zugang haben, die Verbindungen der Nutzer untereinander sollen so vielfältig und zahlreich wie möglich sein. Zudem sind idealerweise die Plattformen selbst untereinander vernetzt, so dass jede Nachricht auf einer Vielzahl unterschiedlicher Kanäle verbreitet wird. So schwellen die Zahlen zur Social Media Nutzung immer weiter an: 500 Millionen Nutzer hier, 24h neues Videomaterial pro Minute da, und nicht zu vergessen: die 50 Millionen täglichen Statusupdates dort hinten.

Immer wieder wird versucht, Unternehmen so mit der Reichweite sozialer Netzwerke und deren schierer Größe davon  zu überzeugen, selbst in Social Media aktiv zu werden. Diese Werte liefern zwar die Basis zu erahnen, wie fest verankert das Web 2.0 inzwischen in allen Bevölkerungsstrukturen ist, sie zeigen aber nicht die Potentiale, die in den neuen Dialogmedien liegen. Diese lassen sich auch sehr viel eher erfahren, als vermitteln. Selbst die großartigsten Praxisbeispiele sind oft nur mit entsprechender Erfahrung auf das eigene Unternehmen zu übertragen. Und wenn dann der Offliner doch mal einen ersten Schritt ins Web 2.0 wagt, ist er nicht selten überfordert und erschlagen von der Informationsflut – das Filtern und Selektieren der Nachrichten will auch erst erlernt werden. Also besser im Kleinen beginnen:

Microblogging im Mikrokosmos.

Sozialität beginnt nicht erst im globalen Datenstrom, sondern schon im eigenen Unternehmen. Insofern haben spezielle Networks “für den Hausgebrauch” durchaus ihren Sinn. Yammer z.B. ist ein Microblogging-System für den Firmeneinsatz. In eigenen, nicht öffentlichen Netzwerken können hier, wie bei Twitter, Stausmeldungen und Updates ausgetauscht werden. Der Fortschritt von Projekten oder plötzliche Probleme und Aufgaben lassen sich so festhalten und schnell kommunizieren. Schon hier lässt sich gut üben, wichtiges von nicht ganz so wichtigem zu unterscheiden. Wer bei bei Twitter fragen kann: “was interessiert mich, wo Frau X gerade ihren Café trinkt?”, könnte firmenintern auch fragen: “was interessiert mich, ob Abteilung Y endlich ihr Outlook-Problem gelöst hat?”. Beides ist für den einen belanglos, für den anderen nicht. Und beides könnte später plötzlich Relevanz besitzen.

Mitarbeiter mit Gesicht – Facebook für Beriebe

Warum auf Statusupdates beschränken? Warum nicht gleich ein eigenes Facebook? Mit Chatter von salesforce oder dem neuen Eureka Streams lässt sich ein leistungsstarkes Social Network auf Unternehmensebene implementieren. Diese ermöglichen zusätzlich die Integration von Arbeitsdokumenten, Terminkalendern und dergleichen, so dass das Arbeiten mit und in digitalen Teams direkt erlernt und erprobt werden kann.

Während bei Chatter das kollaborative Arbeiten und Kommunizieren im Vordergrund steht…

…scheint das neue Open Source Projekt Eureka Streams eher auf Informationsaustausch und Persönlichkeit wert zu legen.

Nicht nur die Ähnlichkeit der beiden Systeme zu Facebook ist frappierend, die Anpassung und Einbindung externer Quellen und Networks spielt eine wesentliche Rolle. Interessantes aus den öffentlichen Netzwerken lässt sich sehr einfach im internen darstellen. So drängt das Web 2,0 nicht in die Betriebe hinein, vielmehr kann aus den Unternehmen heraus eine Öffnung hin zu Social Media stattfinden. Die Funktionsweise sozialer Netzwerke lässt sich so im eigenen Umfeld erlernen und verstehen. Wenn sich diese Netzwerke dann nach und nach mit interessanten Erweiterungen von außen entwickeln, treten die internen – falls gewünscht – in die Welt der globalen Social Networks ein. Und diese wiederum können auch noch die ein oder andere Idee umsetzen, die in Enterprise 2.0-Netzwerken erdacht wurde.

Pic: ethority

veröffentlicht am 11. August 2010

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Tobias Kärcher

ist Creative Consultant bei der Wollmilchsau GmbH.

Wir sind eine Agentur für digitales Employer Branding und HR-Marketing.
Wir entwickeln Personalmarketing-Software, -Auftritte und -Kampagnen.

 
  • Ulli P.

    Web 2.0 bzw. Social Media haben verschiedentlich bereits Eingang in Unternehmen gefunden. Ich stimme zu: Das Potenzial ist riesig. Man sollte es nur sinnvoll nutzen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Anbietern sowohl für Community Software (bspw. Intraworlds u.a.) und auch Dienstleister, die hier Services anbieten. Im Recruiting und im Employer Branding, sowie im Onboarding oder auch im Bereich Learning/Personalentwicklung (s. Cornerstone OnDemand), ebenso im Customer Relationship Management (s. Microsoft oder auch Salesforce u.a.m.) wird verschiedentlich bereits entsprechende Software und Funktionen in deren Lösungen angeboten, die die Kunden auch intensiv nutzen. Die Synergien, die sich daraus ergeben, sind unglaublich. Nur: Verstehen muss man das alles erst mal. Ich befürchte, dass diese Entwicklung den meisten Unternehmen (ausser den wirklich großen, die sowieso meistens als Early Innovators agieren) davonrennt. Und bevor sie verstanden haben, worum es geht, ist schon wieder was Neues Hype und (vielleicht) auch nützlich…

  • Tobias

    @Ulli: Ja, das wäre zu befürchten. Neue “Hypes” würden von denjenigen, die sich mit der Materie konsequent auseinandersetzen vermutlich kaum als solche wahrgenommen. Wer sich allerdings mühsam das Know-How erarbeitet, es dann so wenig wie möglich nutzt, der wird eine neue Entwicklung als neues Problem sehen.

  • Mal Lotus Connections ansehen: Web 2.0 für den Einsatz im Unternehmen mit Microblogging, Blogs, Wiki u.v.a.

  • Ich kann insbesondere Socialcast empfehlen. Wir nutzen es schon seit längerer Zeit und sind sehr zufrieden.

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