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10.230 Stellensuchende bewerten Jobbörsen und Jobsuchmaschinen

jobboersen studie 10.230 Stellensuchende bewerten Jobbörsen und Jobsuchmaschinen Gestern abend erreichten uns die Vorabergebnisse der Crosspro-Jobbörsen-Nutzer-Umfrage, einem Gemeinschaftsprojekt von PROFILO Rating-Agentur (HH) und Crosswater Systems . An der aktuellen Onlineumfrage nahmen bis zum 30.09. 10.230 Stellensuchende teil und beurteilten ihre Zufriedenheit mit Karriereportalen, Spezial-Jobbörsen und Jobsuchmaschinen.

Auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis  4 (überhaupt nicht zufrieden) erreichten allgemeine Jobbörsen, also Karriereportale für alle Branchen, Berufe und Regionen, einen Durchschnittswert von 2,03. Spezialjobbörsen liegen im Schnitt bei 2,06. Die Gewinner sind eindeutig die Jobsuchmaschinen mit einer Durchschnittsbewertung von 1,73.

Für mich keine sonderlich überraschende Verteilung der Platzierungen. Halten sich doch die meisten Jobbörsen in Deutschland hartnäckig an die von uns kürzlich vorgestellten Tips für die Gestaltung einer schlechten Online-Jobbörse. Jobsuchmaschinen sind in der Regel wesentlich schlanker, schneller und liefern darüberhinaus einfach bessere Ergebnisse.

Schaut man sich die Bewertungen im einzelnen an, so wird deutlich, dass es offenbar kein Angebot in Deutschland schaftt, die Stellensuchenden rundum zu überzeugen.

Die beste Platzierung bei den allgemeinen Jobbörsen belegt Stepstone mit 1,71 Punkten. Die nutzreunfreundlichste Jobbörse ist die der Arbeitsagentur mit über 2 Punkten. Da hat der Relaunch offenbar nicht viel gebracht.

Positiv überrascht hat mich die Platzierung von Absolventa unter den Spezial-Jobbörsen, wo die Berliner unter anderen Xing Jobs, Experteer und Placement24 in der Nutzerzufriedenheit hinter sich lassen. Weiter so.

Kimeta führt die Liste der Jobsuchmaschinen an, die nach Aussage der Studie immer mehr Land gegenüber den klassischen Jobbörsen gewinnen. Eine positive Entwicklung, wie ich finde.

Nein, unsere Jobsuchmaschine jobtweet.de hat es wie die weiteren fast 1000 Angebote nicht in die Bewertung geschafft. Grund bei  uns – unvregleichbar… :-)

Folgende Schlussfolgerung der Studie springt besonders ins Auge:

Internet-Recruiting boomt – und wird differenzierter

Zahlreiche Studien haben den Vormarsch der Internet-basierten Jobbörsen gegenüber den Print-basierten Stellenanzeigen untermauert. Nach wie vor ist der Recruiting-Markt der Jobbörsen und Jobsuchmaschinen – einmal abgesehen von einigen großen und bekannten Karriereportalen – auf zahlreiche Spezialjobbörsen fragmentiert und differenziert. Stellensuchende haben auf diese intransparente Situation mit bemerkenswerter Geduld reagiert: So nutzen über 91% der Umfrage-Teilnehmer bis zu sechs unterschiedliche Jobbörsen gleichzeitig, um möglichst keine interessanten Karrierechancen zu verpassen.

Es kann einfach nicht sein, dass man als Jobsuchender die Entscheidung treffen muss, in welche max. 6 Portale von 1000+ die Zeit investiert werden soll, in der unbegründeten Hoffnung, so keine Karrierechancen zu verpassen. (Job-)Informationen müssen allgegenwärtig (überall abrufbar) sein. Egal, wo ich mich befinde, möchte ich gerne Zugriff auf die gleichen vollständigen Informationen haben.

Das funktioniert (größtenteils) längst für Aktienkurse. Warum nicht auch für Jobangebote?!

Charts zur Studie

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Welche Kanäle die HR-Experten gerne Nutzen und welchen Stellenwert Social Media im Recruiting-Mix der Unternehmen erreicht, erfahren Sie in einer weiteren aktuellen PROFILO Studie.

Pic: by Tall Chris

veröffentlicht am 19. Oktober 2010

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Alexander Fedossov

ist Partner und Geschäftsführer bei der Wollmilchsau GmbH.

Wir sind eine Agentur für digitales Employer Branding und HR-Marketing.
Wir entwickeln Personalmarketing-Software, -Auftritte und -Kampagnen.

 
  • Dan

    “Es kann einfach nicht sein, dass man als Jobsuchender die Entscheidung treffen muss, in welche max. 6 Portale von 1000+ die Zeit investiert werden soll, in der unbegründeten Hoffnung, so keine Karrierechancen zu verpassen.”

    Hallo Alexander,

    gerade dafür gibt es doch Jobsuchmaschinen wie Kimeta. Ich denke das hohe Angebot an Stellenanzeigen, durch die Meta-Suche und die hohe Trefferqualität durch die Semantik, sind die Gründe dafür, warum Jobsuchmaschinen bei den Jobsuchenden immer beliebter werden.

    Wäre schön, wenn über Jobsuchmaschinen noch mehr zu lesen wäre. Infos bekommst du natürlich von mir ;)

    Thx für den Blogeintrag

    Gruß

    Dan

  • Alexander Fedossov

    Hi Dan,

    danke für Deinen Kommentar.

    Ich bin ein absoluter Freund von Jobsuchmaschinen. Habe aber das Gefühl, dass auch sie “nur” ein Zwischenschritt sind.

    Gerne würden wir mehr über Jobsuchmaschinen schreiben. Vor allem wenn es um technische “Spielereien” geht. Also, wenn Ihr coole Sache macht, laßt es uns wissen.

    Grüße

    Alex

  • Pingback: Suppen Report KW 42 « Employer Branding von morgen()

  • anita berger

    Hallo, echt interessant und sehr hilfreich das Ranking! Ich habe diesen Sommer auch einen Job suchen müssen und fand die Job – Suchmachinen sehr hilfreich. Kimeta ist gut, aber hab am Ende einen Job mit jobs.trovit.de gefunden. Sehr hilfreich – Die Web ist sehr übersichtlich gestaltet und hat immer aktuelle Jobangebote aus allen bekannten Jobbörsen, Personalberatungs- Unternehmens sowie Karrierewebseiten. Man spart echt viel Zeit !! Man kann sich sogar die neusten Jobangebote als email zusenden lassen. Ich hoffe ihr findet den Tipp ein wenig hilfreich…

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