Digitalisierung im Arbeitsleben: Neue Studie gibt Aufschluss über die Ängste der Deutschen

Neue Technologien können eine große Erleichterung sein, wenn es darum geht, unliebsame Tätigkeiten zu übernehmen und den Arbeitsalltag für alle Beteiligten zu erleichtern. Auch in Hochzeiten von Corona waren Unternehmen dankbar, wenn die eigene Digitalisierung im Arbeitsalltag sowie im Recruiting schnell vonstatten ging und Prozesse trotz Abwesenheit der Mitarbeiter:innen ermöglicht wurden. Gleichzeitig sorgen die modernsten Entwicklungen bei Arbeitnehmer:innen für Besorgnis und schüren die Angst, dass viele Positionen über kurz oder lang durch die neusten Technologien ersetzt werden.

In der aktuellen EY-Jobstudie, für die mehr als 1.550 Arbeitnehmer:innen in Deutschland befragt wurden, gab ein Viertel an, dass die Arbeitsbelastung durch die Digitalisierung (vor allem seit Corona) gestiegen sei. Nur 7 Prozent sehen eine Verringerung der eigenen Arbeitsbelastung durch die Digitalisierung.

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Bei diesem Digitalisierungstrend handelt es sich vor allem um Informations- und Kommunikationstechnologien, die sich im Homeoffice, dem Einsatz neuer IT-Anwendungen und verstärktem Arbeiten in virtuellen Teams zeigen. 35 Prozent der Befragten geben an, dass sich die Arbeitsprozesse hierdurch komplexer gestalten als zuvor. 29 Prozent sind hingegen der Ansicht, sie seien einfacher geworden.

Erfreulicherweise konnten 29 Prozent aufgrund der zunehmenden Digitalisierung sogar eine Steigerung der Kommunikation in ihrem Team feststellen.

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Digitalisierung: Mehrheit der Beschäftigten bildet sich regelmäßig fort

Um mit den Digitalisierungs-Trends Schritt zu halten, und ihre Mitarbeiter:innen auf die veränderten Arbeitsbedingungen vorzubereiten, bieten mindestens 45 Prozent der Unternehmen bereits Fortbildungsmaßnahmen an. Die Mehrheit der Beschäftigten scheint dies auch dankend anzunehmen. Die Studienergebnisse zeigen, dass sich 57 Prozent der Befragten regelmäßig fortbilden, um diese Veränderungen nicht zu verpassen und besser vorbereitet zu sein. Am weitesten verbreitet sind Fortbildungen in der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen. Dieses Ergebnis dürfte nicht überraschen, da es in dieser Altersgruppe häufiger Nachholbedarf gibt als bei den jüngeren Arbeitnehmer:innen, die bereits mit Digitalisierung groß geworden und in den Arbeitsalltag gestartet sind.

Daraus resultiert auch, dass jüngere Beschäftigte wesentlich häufiger angeben, mit den Veränderungen Schritt halten zu können als ältere. Vor allem die unter 24-Jährigen geben an, dass sie sich der Digitalisierung zu 43 Prozent immer und zu 47 Prozent meistens gewachsen fühlen.

Neue Technologien ersetzen Arbeit bei jedem dritten Beschäftigten

Doch wie steht es um die Substitution von Arbeitsinhalten? Ganze 36 Prozent geben an, dass neue Technologien bereits heute Teile ihrer Arbeit entweder in erheblichem Umfang oder geringfügig ersetzt haben. Das ist mehr als jede:r dritte Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin. Davon betroffen ist vor allem die Telekommunikations- und IT-Branche. In diesem Bereich sind es ganze 42 Prozent. Beschäftigte der Gesundheitsbranche hingegen spüren keinerlei Auswirkungen.

Diese Veränderungen gehen natürlich vor allem in den stark betroffenen Branchen nicht spurlos an den Arbeitnehmer:innen vorbei. Insgesamt 12 Prozent der Beschäftigten sehen aufgrund der eben genannten Entwicklung sogar ihren Arbeitsplatz in Gefahr. Das bedeutet, dass jeder achte Beschäftigte in Deutschland fürchtet, aufgrund von Digitalisierung seinen Job zu verlieren. Auch hier ist die Immobilien-, Banken-, und Versicherungsbranche auf Platz 1 – dicht gefolgt von der Automobilindustrie. Telekommunikation und IT hingegen befindet sich hier nur auf dem sechsten Platz.

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