Arbeitsmarktstudie 2022: Nach der Krise ist vor der Krise

Nach der Krise ist vor der Krise. Dieser Titel fasst nicht nur unsere diesjährige Arbeitsmarktstudie gut zusammen, sondern allgemein die seit einigen Jahren am Arbeitsmarkt herrschende Situation.

Zum einen sind da lang bekannte Veränderungen wie der demografische Wandel und die Akademisierung. Aber seit wir 2020 von Corona durchgeschüttelt wurden, wird es nicht ruhiger: Der Krieg in der Ukraine macht sich auch hierzulande in der Wirtschaft deutlich bemerkbar und auch der Klimawandel bringt Veränderungen am Arbeitsmarkt. Hinzu kommen die weiterhin anhaltenden Nachwirkungen der Corona-Pandemie.

In unserer diesjährigen Arbeitsmarktstudie beleuchten wir all diese Themen und zeigen anhand von Daten, wie es um Demografie, Ausbildung und Studium, Arbeitsmarkt und Gesamtwirtschaft steht.

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Sinkende Anzahl an Arbeitslosen – steigende Anzahl an Jobs

Dass es in Deutschland mehr Sterbefälle als Geburten gibt, ist ein langfristiger Trend, der seit 1972 anhält. Im Jahr 2021 sind die Sterbefälle sowie die Geburten leicht angestiegen.

Das Ergebnis ist, dass die deutsche Gesamtbevölkerung in den nächsten Jahren immer weiter schrumpfen wird. Während im Jahr 2022 noch 83,6 Mio. Menschen in Deutschland leben, sind es im Jahr 2040 nur noch 80,7 Millionen. Vor allem der Anteil der arbeitenden Bevölkerung wird immer kleiner. Die Zahl der Erwerbstätigen sinkt ab jetzt kontinuierlich und die Babyboomer hinterlassen eine erschreckend große Lücke am Arbeitsmarkt, die man aktuell bereits zu spüren bekommt.

Besonders auffällig in diesem Jahr ist die sinkende Anzahl an Arbeitslosen, bzw. Fachkräften, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Arbeitslosenzahl erreicht sogar fast wieder das Niveau von vor der Pandemie 2019. Für 2023 wird aktuell sogar ein Rekordtief prognostiziert.

Arbeitslosenzahl Arbeitsmarkt 2022

Das Problem an den sinkenden Arbeitslosenzahlen sind die gleichzeitig steigenden offenen Stellen am deutschen Arbeitsmarkt. Vergleicht man das zweite Quartal 2021 mit dem zweiten Quartal 2022, wird deutlich, was es für einen großen Sprung am Stellenmarkt gab und weiterhin gibt. Während 2021 noch knapp 1,2 Millionen offenen Positionen im zweiten Quartal gemeldet wurden, waren es in diesem Jahr bereits 1,9 Millionen.

Anzahl offener Stellen

Das hat natürlich gleichzeitig eine stark sinkende Arbeitslosen-Stellen-Relation zur Folge, offene Positionen bleiben immer länger unbesetzt. Insgesamt lag die Vakanzzeit im Jahr 2021 im Durchschnitt bei 87 Tagen. Laut einer IAB-Befragung geben 91 Prozent der Unternehmen an, dass einfach weniger Bewerbungen kommen. 71 Prozent geben an, dass viele eingehende Bewerbungen nicht geeignet sind.

Daraus resultiert, dass Betriebe mehr Überstunden anordnen müssen und sogar Aufträge nicht mehr annehmen können. Neun Prozent geben sogar an, Betriebsstellen deswegen schließen zu müssen.

Arbeitsmarktstudie 2022: Konsequenzen

Während die vergangen zwei Jahre ganz unter dem Stern der Corona-Pandemie standen, verzeichnet das Jahr 2022 weitere Krisen, die den Arbeitsmarkt beeinflussen. Der Ukrainekrieg, steigende Energiepreise, der demografische Wandel und die Klimakrise sorgen für Veränderungen in der Wirtschaft.

Vor allem der Krieg in der Ukraine und die daraus resultierenden Schwierigkeiten gehen nicht spurlos an den deutschen Unternehmen vorbei. Über alle Branchen hinweg erwarteten 17,5 Prozent der Unternehmen einen Produktionsrückgang. 14,5 Prozent haben ihre Produktion bereits reduziert.
Außerdem gab insgesamt jedes zweite befragte Unternehmen an, die Preise erhöht zu haben. 6,6 Prozent haben dabei ihre Einstellungen verringert oder ausgesetzt.

Aufgrund des Krieges in der Ukraine werden auch die Energiepreise steigen – und das bereitet vielen Unternehmen Sorge. So geben knapp 63 Prozent der Befragten an, infolge der hohen Strom- und Gaspreise einen Verlust ihrer Wettbewerbsfähigkeit zu befürchten. Knapp 16 Prozent fahren einen Teil ihrer Produktion zurück oder geben sogar ganze Geschäftsbereiche auf.

Sorge um Energiepreise

Die Arbeitsmarktstudie 2022 – kostenlos als Download

Neben diesen spannenden Daten finden sich in der aktuellen Arbeitsmarktstudie noch zahlreiche weiteren Zahlen und Fakten. Wer einen Rundum-Blick über den Arbeitsmarkt bekommen möchte, ohne sich durch zig verschiedene Webseiten kämpfen zu müssen, ist bei uns genau richtig: Unsere Arbeitsmarktstudie ist kostenlos und zeigt alle wichtigen Daten auf einen Blick.

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