Heiter bis wolkig: Die Social Media Recruiting Studien 2012

Eva Zils hat ihre Social Media Recruiting Studien 2012 veröffentlicht. Das Gute vorweg: Einiges hat sich im letzten Jahr bewegt. Bereits 71% der Befragten geben an, Social Media-Kanäle zur Ansprache neuer Bewerber zu nutzen – das sind ganze 13% mehr als noch 2011. Man muss natürlich vermuten: ein Großteil der Studien-Teilnehmer sind in Sachen Social Media Recruiting halbwegs open-minded; das ist einfach dem Umfeld geschuldet, in dem diese (Online-)Befragung stattfindet. Dennoch ist der Vergleich zum Vorjahr ein relativ verlässlicher Indikator.

Meine Eindrücke:

  • Social Media scheint in den Personalabteilungen den Experimental-Status verloren zu haben. Über die Hälfte der Studien-Teilnehmer hat bereits mit der Umsetzung konkreter Strategien begonnen. 30% befinden sich in Planungsphasen, nur 3% haben bis heute kein Interesse am Web 2.0.
  • Sorgen weichen realistischen Einschätzungen. Auch wenn viele noch Angst vor dem diffusen Komplex „Datenschutz und Kontrollverlust“ haben, gehen die Bedenken zurück. Schon 42% haben „gar keine Bedenken“. Etwa ein Viertel sieht Probleme im Bereich Zeit und Personal – vermutlich zurecht…
  • …weswegen verstärkt Kompetenzen in den HR-Abteilungen aufgebaut werden. 66% haben Social Media-Kompetenz in den eigenen Abteilungen oder bauen diese gerade auf. Immerhin 20% verlassen sich auf eine Fachabteilung im Unternehmen. 51% haben darüber hinaus Interesse an effektiven Weiterbildungsmaßnamen und Workshops.
  • Es darf aber immer noch nichts kosten. Obwohl 67% der Befragten zeitnah Handlungsbedarf für Ihr Unternehmen sehen und 56% angeben, „sehr viele Neueinstellungen“ vor sich zu haben – Budgets für Social Media Recruiting sind nach wie vor minimal: 45% der Studien-Teilnehmer gaben an, überhaupt kein Budget für Social Media Recruiting zu haben. 25% verfügen über eine Börse von bis zu 5000€ p.a., andere Budgetgrößen verteilen sich relativ gleichmäßig über unterschiedliche Unternehmensgrößen. 53% geben darüber hinaus an, auch kleinere Budgetentscheidung nicht selbst treffen zu dürfen.

Fazit:

Es geht aufwärts. Wenn das Thema bereits in den HR-Abteilungen angekommen ist, wurde eine große Hürde genommen. Nun gilt es, den Wert des Social Media Recruitings unter Beweis zu stellen, um bei den nächsten Budgetrunden die notwendigen Argumente liefern zu können. Viele weitere spannende Fragen und Einblicke liefert Evas Studie, die in zwei Versionen für Deutschland und die Schweiz vorliegt. Schaut sie Euch an!





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4 KOMMENTARE

  1. Gut zu lesen, dass die Quote im Vorjahres-Vergleich gestiegen ist. Trotzdem erstaunt mich diese offensichtliche Trägheit von Unternehmen in Sachen Social-Media. Über die eigenen Social-Media-Auftritte von Unternehmen und deren ökonomischem Nutzen lässt sich streiten. Aber: Beim Recruiting sollten Unternehmen doch ein großes Interesse haben, (a) sowohl viel über Bewerber oder Kandidaten zu erfahren, als auch (b) zielgruppengenau bestimmte Personenkreise anzusprechen. Beides bieten XING, Twitter, Facebook & Co. Und dies zielgenauer als z. B. teure Job-Börsen oder die klassische Zeitungsanzeige. Es geht hierbei nicht darum, das Privatleben von Bewerbern bei Facebook auszuspionieren, sondern vielmehr schon vor dem Bewerbungsgespräch ein bessseres Gefühl dafür zu entwickeln, ob er oder sie ins Unternehmen oder in das Team passt.

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