5 Tipps für die Gestaltung einer schlechten Online-Jobbörse

Schlechte Jobbörsen sind sehr beliebt. Zumindest gibt es jede Menge davon und es werden immer mehr. Wenn auch Du eine Jobbörse eröffnest oder Deine bestehende optimieren willst, dann befolge diese fünf Tipps! Unsere Garantie: Man wird Dich nicht von den anderen unterscheiden können!

Bestes Beispiel für eine schlechte Online-Jobbörse

1. Fülle die Startseite mit Allem was Du hast!

Der Jobsuchende ist geduldig. Gerne informiert er sich über Dein gesamtes Angebot – sowohl das für Arbeitnehmer als auch das für Arbeitgeber. Premiumpartner und weitere Geschäftsfelder Deiner Sub-Unternehmen sind ebenso von Interesse wie die neusten Werbevideos von Autoherstellern und Telefonanbietern. Video, Ton, Flash-Animationen: Alle multimedialen Inhalte müssen selbstverständlich beim Aufrufen der Seite automatisch starten.

2. Nur der registrierte Nutzer ist ein guter Nutzer!

Jede Aktion des Besuchers sollte eine Anmeldung mit vorheriger Registrierung erfordern. Verhindere, dass Arbeitssuchende direkt Kontakt zu den Unternehmen aufnehmen können. Verzichte auf die Nennung des Unternehmens in der Stellenanzeige: Grobe Branche und Bundesland reichen völlig. Keine E-Mail-Adressen, keine Telefonnummern! Du bist der Kontakt! Denke immer daran: Der Jobsuchende sucht nicht einfach einen Job, er sucht auch eine Jobbörse fürs Leben!

3. Verstecke die Stellenanzeigen so gut wie möglich!

Der Jobsuchende ist im Jagdfieber. Unterstütze diesen Trieb und verstecke die Suchfunktionen zwischen Werbebannern und Log-In-Formularen. Oder Du verzichtest gleich völlig auf das Suchfeld und ersetzt es durch eine lange, scrollbare Liste von Branchenbezeichnungen. Und spare nicht an Klassifizierungen: „Technische Berufe“ oder „Ingenieure“? „Gestaltung“ oder „Design“? Kleine Rätsel machen die Suche umso spannender.

4. Gib Suchmaschinen keine Chance!

Idealerweise gestaltest Du Deine einzelnen Anzeigen mit allen Mitteln des modernen Internets: JavaScript-, QuickTime- und Flash-Elemente fordern die modernen Computer Deiner Nutzer endlich mal ein wenig. Wenn Du es Dir noch einfacher machen willst, verzichtest Du auf jeglichen HTML- oder CSS-Text und gestaltest die gesamte Anzeige als .jpeg-Bild. Sollten Deine Stellenanzeigen über eigene Links verfügen: Sorge dafür, dass diese so lang wie möglich sind und aus kryptischen Zeichen und Zahlen ohne Hinweis auf den Inhalt bestehen.

5. Wer teilt hat weniger!

Denke immer daran: Wenn eine Stellenanzeige z.B. über soziale Netzwerke weiter verbreitet wird, dann ist das vielleicht gut für Deinen Auftraggeber, aber nicht für Dich. Schließlich verdienst Du letztendlich nur an den Bewerbern, die über Deine Seite kommen! Verzichte also auf Tweet-This, Facebook-Like- und Share-Buttons. Vergiss diesen ganzen Web 2.0-Schnickschnack! Nicht umsonst heißt es: War for Talents!

Viel Erfolg!





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7 KOMMENTARE

  1. … und noch ein paar wertfreie Tipps:

    – spielen sie großflächige Werbebanner bei jeder neuen Seite ein, die man nur mühsam entfernen kann
    – machen sie ihre Textsuche case-sensitive
    – verlegen sie die Suche / Ergebnisanzeige in Pop-up Fenster

    … u.v.a.m!

  2. Virtuelle Zeitverschwendung | JOBlog - der Job & Karriere Blog

    […] sich über den Überfluß an Online-Jobbörsen-Neugründungen in der letzten Zeit Luft macht, und 5 Tipps für die Gestaltung einer schlechten Online-Jobbörse gibt – aber die meisten Online-Jobbörsen haben sich diese Tipps ja schon sehr zu Herzen […]

  3. … Und schreiben Sie in Ihre Akquisetexte für die Unternehmenskunden, das sie denen das perfekte Employer Branding garantieren können, den die Unternehmen haben meistens keine Ahnung, wie sie das Employer Branding positiv verstärken können.

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    […] sich doch die meisten Jobbörsen in Deutschland hartnäckig an die von uns kürzlich vorgestellten Tips für die Gestaltung einer schlechten Online-Jobbörse. Jobsuchmaschinen sind in der Regel wesentlich schlanker, schneller und liefern darüberhinaus […]

  6. 20 Jahre Internet, 15 Jahre E-Recruiting, Stellenanzeigen 2.0 und ein Employer Branding Mashup-Portal « personalmarketing2null – personalmarketing | employer branding |social media – kritisch hinterfragt

    […] spielt, ist die Einbindung von Social Media-Elementen. Einen Tweet-, Share- oder Like-Button sucht man bei den meisten Stellenbörsen bisher vergeblich. Auch wäre es doch schön, mal direkt die Arbeitgeberbewertungen in eine solche Stellenanzeige mit […]

  7. personalmarketing, employer branding, social media - personalmarketing2null – Personalmarketing, Social Media und Employer Branding kritisch und mit Augenzwinkern hinterfragt.

    […] spielt, ist die Einbindung von Social Media-Elementen. Einen Tweet-, Share- oder Like-Button sucht man bei den meisten Stellenbörsen bisher vergeblich. Auch wäre es doch schön, mal direkt die Arbeitgeberbewertungen in eine solche Stellenanzeige mit […]

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